Wohngruppe Langel

Aufgenommen werden bis zu 7 Kinder und Jugendliche

  • aus allen Altersstufen

  • unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Lebensanschauung und kulturellem Hintergrund

  • die befristet oder dauerhaft einen Platz zum Leben brauchen und

  • die derzeit den Bedingungen und Beziehungen ihrer Herkunftsfamilien nicht ausgesetzt werden können

Dabei sind wir als Einrichtung besonders geeignet für Kinder

  • mit schwerwiegenden Traumatisierungen

  • reaktiven Bindungsstörungen

  • Trennungs-/Verlusterlebnissen

  • Deprivation

  • ADHS Symptomatiken

  • stark erhöhter psychischer Vulnerabilität

  • delinquenten und antisozialen Verhaltensmustern

Nicht betreuen können wir Kinder und Jugendliche,

  • die akut drogenabhängig sind

  • deren psychische Erkrankung einen chronifiziert psychotischen Verlauf nimmt

  • die sich aufgrund ihrer Biographie nicht auf einen familienanalogen Betreuungsrahmen einlassen können und bei denen dies auch für die Zukunft nicht angenommen werden kann

  • die akut suizidal sind

Gesetzliche Grundlagen

Rechtliche Grundlage unserer Arbeit sind die §§ 27, 34 SGB VIII.

Personal

Es handelt sich um ein Regelangebot mit einem Personalschlüssel von 1 : 2. Dadurch ergeben sich 3,5 Vollzeitstellen im pädagogischen Bereich. Ergänzt wird das Personalangebot durch eine Hauswirtschaftskraft mit einem Stellenanteil von 0,5 .

Haus

Die heilpädagogische Wohngruppe hat ihren Sitz in 51143 Köln – Langel, Rheinbergstr. 41. Bewohnt wird ein großes Zweifamilienhaus, unmittelbar am Rhein gelegen, mitten in einem ruhigen Wohngebiet in Ortsrandlage. Sämtliche für die Arbeit benötigte Infrastruktur, z.B. Schulen, Ärzte, Vereine Therapeuten, sind fußläufig oder gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Damit verbindet das Haus die Vorzüge einer ländlichen Umgebung mit den Möglichkeiten der Stadt Köln.

Das Haus verfügt über ein großzügiges Platzangebot mit Einzelzimmer für jedes Kind, vier Sanitärräumen, Gemeinschaftsräumen, Wohnräumlichkeiten für das Betreuerehepaar sowie einem Garten.

Methodisches

Handlungsleitende Prinzipien sind sowohl die Alltagsorientiertheit als auch das Vorhalten fester und belastbarer Beziehungsangebote durch das innewohnende Betreuerehepaar. In einem heilpädagogisch reflektierten und gestalteten Lebensraum entsteht die Möglichkeit, traumatisierende Erfahrungen heilend zu verarbeiten. Dabei sind uns Biographiearbeit, das Konzept des „sicheren Raums“ sowie Erkenntnisse aus der Bindungsforschung „Werkzeuge der täglichen Arbeit“.

In der Arbeit mit den Herkunftssystemen können wir durch das videogestützte Verfahren der Marte Meo Therapie bewusstmachende und ermächtigende Prozesse initiieren und begleiten. Mit dem Angebot des Elternbesuchsappartements bieten wir Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder auch für längere Zeit besuchen zu können. Damit bieten sich vermehrte Möglichkeiten der Diagnostik und der Arbeit mit der Herkunftsfamilie.

Eine differenzierte Eingangsdiagnostik soll Informationen über die aktuelle Situation des Kindes, seiner Herkunftsfamilie, den bisherigen biographischen Verlauf sowie das Verhalten und das Lern- und Leistungsniveau liefern. Diese Daten sollen gewonnen werden durch

  • Explorations- und Anamnesegespräche mit dem Kind und seinen Bezugspersonen

  • Verschiedene Testverfahren (Verhaltens- und Schulleistungsbereich)

  • Ärztliche Eingangsuntersuchung durch Allgemein- bzw. Fachärzte

  • Genogrammarbeit

Der weitere Verlauf der Hilfemaßnahme wird über eine differenzierte Hilfeplanung gesteuert und kontrolliert.