Wohngruppe Frechen

Aufgenommen werden bis zu 8 Kinder und Jugendliche

  • aus allen Altersstufen

  • unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Lebensanschauung und kulturellem Hintergrund

  • die befristet oder dauerhaft einen Platz zum Leben brauchen und

  • die derzeit den Bedingungen und Beziehungen ihrer Herkunftsfamilien nicht ausgesetzt werden können

Dabei sind wir als Einrichtung besonders geeignet für Kinder

  • mit schwerwiegenden Traumatisierungen

  • reaktiven Bindungsstörungen

  • Trennungs-/Verlusterlebnissen

  • Deprivation

  • ADHS Symptomatiken

  • stark erhöhter psychischer Vulnerabilität

  • delinquenten und antisozialen Verhaltensmustern

  • ausgeprägten Essstörungen

Nicht betreuen können wir Kinder und Jugendliche,

  • die akut drogenabhängig sind

  • deren psychische Erkrankung einen chronifiziert psychotischen Verlauf nimmt

  • die sich aufgrund ihrer Biographie nicht auf einen familienanalogen Betreuungsrahmen einlassen können und bei denen dies auch für die Zukunft nicht angenommen werden kann

  • die akut suizidal sind

Gesetzliche Grundlagen

Rechtliche Grundlage unserer Arbeit sind die §§ 27, 34 SGB VIII.

Personal

Da es ich um ein Regelangebot handelt, gilt im pädagogischen Bereich ein Betreuungsschlüssel von 1:2. Bei einem Angebot von 8 Plätzen ergeben sich somit 4 Stellen im Betreuungsbereich. Hinzu kommt noch eine hauswirtschaftliche Kraft mit entsprechendem Stellenanteil. Die Leitung der Wohngruppe wird durch die innewohnende(n) BetreuerIn(nen) wahrgenommen. Diese ist der pädagogischen Einrichtungsleitung sowie der Geschäftsführung unterstellt, die im Rahmen ihrer Tätigkeit die Gesamtverantwortung wahrnehmen.

Haus

Die heilpädagogische Wohngruppe hat ihren Sitz in 50226 Frechen, Matthiasstrasse 2a. Bewohnt wird ein großes Wohngebäude, welches 1996 qualitativ hochwertig in loftähnlichem Ambiente umgebaut wurde, unmittelbar im Zentrum und dennoch ruhig gelegen. Sämtliche für die Arbeit benötigte Infrastruktur, z.B. Schulen, Ärzte, Vereine, Therapeuten und Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig erreichbar. Damit verbindet das Haus eine angenehme Wohnatmosphäre mit der Lebensqualität, die die Mittelstadt Frechen bietet. Direkt vor den Toren Kölns (mit dem öff. Personennahverkehr ist die Innenstadt Kölns in 30 Minuten erreichbar) können auch großstädtische Angebote genutzt werden.

Das Haus verfügt über ein großzügiges Platzangebot mit Einzelzimmer für jedes Kind, fünf Sanitärräumen, Gemeinschaftsräumen, Räumlichkeiten zur Gestaltung von Besuchskontakten, eine abgeschlossene Wohneinheit für innewohnende BetreuerInnen sowie einen komplett umfriedeten Garten.

Methodisches

Handlungsleitende Prinzipien sind sowohl die Alltagsorientiertheit als auch das Vorhalten fester und belastbarer Beziehungsangebote durch innewohnende BetreuerInnen. In einem heilpädagogisch reflektierten und gestalteten Lebensraum entsteht die Möglichkeit, traumatisierende Erfahrungen integrierend zu bewältigen. Dabei sind uns Biographiearbeit, traumapädagogische Methoden, z.B. das Konzept des „sicheren Raums“ sowie Erkenntnisse aus der Bindungsforschung „Werkzeuge der täglichen Arbeit“.

In der Arbeit mit den Herkunftssystemen können wir durch das videogestützte Verfahren der Marte Meo Therapie bewusstmachende und ermächtigende Prozesse initiieren und begleiten. Im intensiven, partizipatorischen Austausch mit den Angehörigen schaffen wir vermehrte Möglichkeiten der Diagnostik und arbeiten ressourcenorientiert an der Stärkung elterlicher Erziehungskompetenz.

Eine differenzierte Eingangsdiagnostik soll Informationen über die aktuelle Situation des Kindes, seiner Herkunftsfamilie, den bisherigen biographischen Verlauf sowie das Verhalten und das Lern- und Leistungsniveau liefern. Diese Daten sollen gewonnen werden durch

  • Explorations- und Anamnesegespräche mit dem Kind und seinen Bezugspersonen

  • Verschiedene Testverfahren (Verhaltens- und Schulleistungsbereich)

  • Ärztliche Eingangsuntersuchung durch Allgemein- bzw. Fachärzte

  • Genogrammarbeit

  • sozialpädagogische Diagnoseverfahren (z.B. Ressourcenkarte)

Der weitere Verlauf der Hilfemaßnahme wird über eine differenzierte Hilfeplanung gesteuert und kontrolliert.